SPD-Engenhahn.de

Engenhahner Ortsvorsteher – Grußwort zum Jahresbeginn 2020

Liebe Engenhahnerinnen und Engenhahner,

ich wünsche Ihnen im Namen des Ortsbeirats Engenhahn ein gutes neues Jahr und verbinde damit vor allem, dass Sie gesund bleiben und für diejenigen, die nicht ganz gesund sind, hoffe ich auf Genesung, auf eine spürbare Linderung.

Das Jahr 2019 war aus kommunaler Sicht für Engenhahn ein sehr  turbulentes Jahr. Obwohl auf den ersten Blick keine großen Veränderungen zu sehen sind, wurden hinter den Kulissen doch entscheidende Beschlüsse für die Zukunft unseres Dorfes und seiner Einwohnerschaft gefasst.

Nach vielen Diskussionen und zuletzt noch zwei sogenannten „runden Tischen“ hat man sich einvernehmlich auf eine energetische Grundsanierung des Bürgerhauses geeinigt. Im mit den Stimmen von CDU und SPD beschlossenen Haushalt der Gemeinde Niedernhausen werden die benötigten finanziellen Mittel bereitgestellt. Im gleichen Haushalt wurde auch die Anhebung des Hebesatzes für die Grundsteuer beschlossen, das bedeutet zwar eine durchschnittliche, jährliche Mehrbelastung für den einzelnen Haushalt von ca. Einhundert Euro, sichert aber in Zukunft die Anlieger vor den enormen Kosten bei den Straßenerneuerungen, die für viele unserer Mitbürger und Mitbürgerinnen zu existenzbedrohenden Ängsten geführt hatten. Jetzt ist die zukünftige Finanzierung gesichert und Bürgermeister Joachim Reimann kann eine Satzungsänderung mit dem Ziel der sofortigen Abschaffung von Straßenbeiträgen in die Gemeindevertretung einbringen. Die Fraktionen von CDU und SPD haben dafür schon ihre Zustimmung manifestiert.

Die Verbesserung des Anschlusses an das schnelle Internet für das gesamte Ortsgebiet ist inzwischen abgeschlossen. Bleibt als unbedingtes Ziel eine wesentliche Verbesserung des Mobilfunknetzes zu erreichen, denn das mobile Telefonnetz wird immer wichtiger und viele Bürgerinnen und Bürger sind darauf angewiesen. Der Standort für die notwendige Errichtung eines Sendemastes ist weiterhin umstritten und ist jetzt gerichtsanhängig. Einige Widersacher verkennen dabei die minimale Einflussmöglichkeit, die Bürgermeister und natürlich auch ein Ortsvorsteher haben. Um die Angelegenheit nicht weiter eskalieren zu lassen und nach bestem Zutun einen Kompromiss zu ermöglichen, will die Gemeinde Niedernhausen die Mehrkosten der Anschlussverkabelung bei einer Standortverschiebung übernehmen. Einen direkten Einfluss auf die Deutsche Telekom haben wir leider nicht. Mir als Ortsvorsteher ist es sehr wichtig, dass der Streit unser Ort nicht entzweit.

Eine zukünftige Aufgabe der kommunalen Vorsorge wird auch der Anschluss von Engenhahn an das Erdgasnetz sein. Die Klimadebatte bringt seit Jahren ein beständiges Auf und Ab mit sich. Die jeweiligen Entscheidungen verunsichern vor allem die Hausbesitzer. Das vorläufige Klimapaket der Bundesregierung sieht auch ein Einbau-Verbot von Ölheizungen ab dem Jahre 2026 vor. Viele Heizungsanlagen stehen zur Erneuerung an, wie wollen wir morgen unsere Wohnungen heizen? Deshalb werden möglichst schnell gangbare und für die privaten Haushalte auch finanzierbare Alternativen gebraucht.

Ein ständig sich wiederholendes, ärgerliches Szenario sind die Busverbindungen. Dabei sind es nicht nur die ständigen Ausdünnungen im Fahrplan, die die Fahrgäste hinnehmen müssen, sondern vor allem auch die träge, ja sogar mangelnde Bereitschaft der beauftragten Unternehmen, erkannte und mehrfach festgestellte Fehler zu beheben, auch wenn sich der Verkehrsdezernent des Kreises noch so sehr einsetzt. Der Bürgerbus lässt zwar das Bemühen der Gemeinde erkennen, kann aber auf Dauer einen funktionierenden öffentlichen Nahverkehr nicht ersetzen. Das ist eine Zukunftsaufgabe, die nur durch den massiven Einsatz und der Unterstützung von Land und Bund gelöst werden kann.

Im Frühjahr steht endlich die Neugestaltung des Kinderspielplatzes am Historischen Rathaus an, die in mit Beteiligung der Eltern abgestimmt ist. Im Rahmen Spielplatzkonzepts der Gemeinde Niedernhausen soll eine Nachrüstung mit einem neuen Klettergerüst für größere Kinder erfolgen.

Als weitere Aufgabe stehen im neuen Jahr die Vorbereitungen zu Feierlichkeiten der 800 jährigen urkundlichen Ersterwähnung (1221) von Engenhahn im Jahr 2021 an.

Engenhahn ist gelebte Heimat im Herzen des Taunus und bietet trotzdem Nähe zu den Ausbildungs-, Arbeits- und Einkaufsstätten im gesamten Rhein-Main Gebiet. Der Ortsbeirat in Zusammenarbeit mit Bürgermeister Joachim Reimann sorgt sich weiterhin um Bürgernähe und durch eine konsequente Politik für die Erhaltung des dörflichen Charakters. Liebe Einwohnerinnen und Einwohner, das Bergdorf Engenhahn verdient es geliebt zu werden, es verdient, dass man sich für Engenhahn auf verschiedenen Ebenen engagiert, denn es ist unsere Heimat und die unser Kinder und Enkelkinder. Als Ihr Ortsvorsteher möchte ich mich beispielgebend an Ihrer Seite dafür einsetzen und bitte auch für das jetzt angebrochene neue Jahr um Ihre Hilfe und Unterstützung. Wir sollten gemeinsam mehr Respekt zeigen und mit Mut unsere Zukunft gestalten.

Ich wünsche der gesamten Engenhahner Einwohnerschaft ein friedvolles Weihnachtsfest und ein gutes Neues Jahr 2020.

Mit freundlichen Grüßen Ihr Ortsvorsteher

Peter Woitsch