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Grußwort des Ortsvorstehers zum Jahreswechsel 2017/18

Woitsch,Peter in der Lei 25 65527 NiedernhausenP16_5137 xa KopieLiebe Engenhahnerinnen und Engenhahner,
das Jahr 2017 hat für Engenhahn gravierende Veränderungen gebracht. Am Ende des Sommers schloss die Gastwirtschaft „Zum Engenhahner“, vormals „Turnerheim“, oder einfacher sagte man jahrzehntelang: „Zum Willibald“. Gemeint war Willibald Wolf, ein Engenhahner Original, der diese Dorfkneipe 40 Jahre lang bis zu seinem Tod im Januar 1995 führte. Somit verfügt das Dorf über kein einziges öffentliches Lokal mehr. Schon in den Jahren zuvor schlossen das „Cafe Kaiser“, die „Gute Quelle“, der „Sonnenhof“ und das „Wildparkhotel“ mit Biergarten für immer ihre Pforten.
Als Ortsvorsteher ist es mir ein großes Bedürfnis mit Interessierten und den diversen Vereinen und Organisationen, nach Wegen zu suchen, um eine Möglichkeit der zwanglosen Begegnung und Kommunikation von Jung und Alt, Neubürgern und alt eingesessenen zu schaffen. Erste Versuche, auch in neuen Formaten, geben Anlass dieses Problem weiterhin mit optimistischen Schritten anzugehen und im Ortszentrum eine Begegnungsstätte zu schaffen. Mit den Bürgerinnen und Bürgern für die Bürgerinnen und Bürger.
Im Frühjahr wurde durch eine spontane Aktion einiger Neubürgerinnen am Ochsenbrunnen ein kleiner Markt veranstaltet, der in die gleiche Richtung zeigt, und der Erfolg und die Beteiligung haben auch die optimistischsten Erwartungen bestätigt.
Mit dieser Erfahrung und in Zusammenarbeit mit Ortsbeirat, den Ortsvereinen, federführend der Verkehrs-und Verschönerungsverein wagte man sich am zweiten Adventswochenende unter dem Motto „Weihnachtszauber in Engenhahn“ an den ersten Engenhahner Weihnachtsmarkt. Das Wetter zeigte dem Engenhahner Bergvolk, was ein echter Winter ist und schickte zur „High noon Zeit“ einen waschechten Blizzard, der in wenigen Minuten Zelte und Buden in Schneeberge verwandelte. Fast war alles verloren, aber dann geschah etwas, was mich auf meine beteiligten Mitbürgerinnen und Mitbürger besonders stolz macht. Niemand gab auf, jeder half jeden und gemeinsam stemmte man sich gegen die Widrigkeiten der Natur. Am Montag schrieb die Presse: „Es ist toll, wie alle voller Begeisterung, Engagement und Idealismus geholfen und trotz allem die Laune behalten haben.“
Mit dieser Einstellung wollen wir gemeinsam in das neue Jahr gehen. Im Laufe der Jahrzehnte verändern sich immer schneller, Leben, Bräuche und Gewohnheiten. Nur wer Veränderungen innovativ entgegentritt gewinnt auch die Zukunft. So gewappnet begegnen wir der Gefahr, dass aus unseren Dörfern reine Schlafstätten werden.
Die kommunale Politik muss dazu entsprechende Portepees anbieten, indem sie bürokratische Schranken auf ein unumgängliches Maß reduziert und bei Gebühren Fingerspitzengefühl zeigt, Hilfe zur Selbsthilfe und die notwendige Infrastruktur verstärkt. Mit dem Gemeindehaushalt für das Jahr 2018, der für unser Dorf wichtige Ansätze enthält, ist das gelungen. Vor allem die Sanierung für unser Bürgerhaus war und ist mir schon lange eine Herzenssache.
Liebe Einwohnerinnen und Einwohner, das Bergdorf Engenhahn verdient es geliebt zu werden, es verdient, dass man sich für Engenhahn auf verschiedenen Ebenen engagiert, denn es ist unsere Heimat und die unser Kinder und Enkelkinder. Als Ihr Ortsvorsteher möchte ich mich beispielgebend an Ihrer Seite dafür einsetzen und bitte auch für das neue Jahr um Hilfe und Unterstützung.
Bei Allen die mir dabei geholfen haben und bei denen ich in verschiedenster Form Unterstützung erfahren habe, möchte ich mich bedanken. Mein besonderer Dank gilt unserem Bürgermeister Joachim Reimann für die ehrliche und verständnisvolle Zusammenarbeit. Gemeinsam mit einer aktiven Bürgerschaft können wir viel erreichen. Ich wünsche Ihnen, auch im Namen des Ortsbeirats und unserer Gemeindevertreter, den Herren Christof Sauerborn und Tobias Vogel, eine geruhsame Weihnacht und ein gesundes 2018

Mit freundlichen Grüßen

Ihr Ortsvorsteher

Unterschrift Woitsch blau2003

 

 

Peter Woitsch