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Oberbürgermeisterwahl in Frankfurt (Stichwahl)

Vorläufige Ergebnisse der Stichwahl zur Frankfurter OB-Wahl vom 11. März 2018:

Bei der Oberbürgermeister-Stichwahl in Frankfurt hat Amtsinhaber Peter Feldmann haushoch gewonnen. Der SPD-Politiker lag mit 70,8 Prozent weit vor seiner CDU-Herausforderin Bernadette Weyland.

Kurz nach 19 Uhr, eine Stunde nach Schließung der Wahllokale, zog der Wahlsieger unter „Peter, Peter“-Rufen seiner Anhänger in den Frankfurter Römer ein. Noch hatten nicht alle Wahlbezirke die Auszählung der Stimmen abgeschlossen. Doch Peter Feldmann (SPD) durfte sich längst über einen haushohen Sieg und auf weitere sechs Jahre als Oberbürgermeister von Frankfurt freuen.

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Hessen Extra

Das hr-fernsehen sendet am Sonntag um 21.45 Uhr eine Ausgabe von hessenschau kompakt extra zum Thema.

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70,8 Prozent der Stimmen entfielen schließlich laut dem vorläufigen amtlichen Endergebnis auf den 59 Jahre alten SPD-Politiker. Ein Erfolg, der sich schon mit den ersten Ergebnissen abgezeichnet hatte. Feldmann ließ damit die CDU-Politikerin und Ex-Finanzstaatsekretärin Bernadette Weyland weit hinter sich. Sie hatte in keinem einzigen Stadtteil eine Mehrheit geholt und gratulierte Feldmann bereits vor Ende der Auszählung zum Sieg.

Schäfer-Gümbel: „Geradliniger Charakterkopf“

Unter Hinweis auf seine sozialpolitischen Ziele sagte der alte und neue Oberbürgermeister in der hessenschau : „Das ist ein Sieg der Menschen in der Stadt.“ Feldmanns Erfolg entgegen dem aktuellen Trend der Bundespartei löste nicht nur bei der Frankfurter SPD Begeisterung aus. So lobte SPD-Landeschef und Bundes-Vize Thorsten Schäfer-Gümbel, der Feldmann in den Römer begleitete: Der Frankfurter Oberbürgermeister habe sich als „gradliniger Charakterkopf“ über die Grenzen der Stadt hinaus profiliert. Sein klarer Kurs habe sich ausgezahlt.

Für die unterlegene Kandidatin bedeuten 29,2 Prozent der Stimmen nur eine geringfügige Verbesserung des Ergebnises aus dem ersten Wahldurchgang (25,4 Prozent). Sie könne die Niederlage noch nicht erklären, sagte Weyland in der hessenschau. „Es ist so, dass ich verloren habe. Und dazu stehe ich.“ Ex-Oberbürgermeisterin Petra Roth, die für die CDU seit 1995 drei Direktwahlen gewonnen hatte, fühlte mit der Parteikollegin: „Es ist immer schwer gegen einen amtierenden Kandidaten.“

Miserable Wahlbeteiligung

Bei den Frankfurter Bürgern stieß der zweite Durchgang der OB-Wahl nur auf mäßiges Interesse. Die Wahlbeteiligung von 30,2 Prozent bedeuteten sogar den schlechtesten Wert aller bisherigen OB-Direktwahl in Frankfurt seit 1995. Das hatte sich schon am Sonntagnachmittag abgezeichnet. Wahlberechtigt waren rund 500.000 Menschen.

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Ergebnisse

Die vorläufigen Ergebnisse der OB-Stichwahl finden Sie hier.

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Im Gegensatz zu seinem Überraschungssieg bei seiner ersten Kandidatur vor sechs Jahren war Feldmann diesmal als Favorit ins Rennen gegangen. Vor zwei Wochen hatte der diplomierte Politologe und Sozialbetriebswirt im ersten Durchgang die Mehrheit nur knapp verpasst. Gegen elf Mitbewerber erreichte er 46 Prozent und lag damit bereits weit vor der Zweitplazierten Weyland.

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Liveticker bei hessenschau.de

hessenschau.de berichtet seit 17 Uhr live über den Ausgang der Stichwahl im Liveticker – unter anderem mit Eindrücken unserer Reporter Christian Albrecht und Uwe Gerritz , die aus dem Frankfurter Römer twittern. Erste Interviews mit den Kandidaten sind ab 19.30 Uhr im hr-fernsehen in der hessenschau zu sehen. Auch die hr-Hörfunkwellen berichten über den Wahlabend berichten.

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Der Oberbürgermeister hatte im Wahlkampf vor allem auf sozialpolitischen Themen gesetzt. Angesichts der Frankfurter Wohnungsnot kündigte er die Schaffung neuer Sozialwohnungen und bezahlbaren Wohnraums für Normalverdiener an. Er warb außerdem mit Fahrpreissenkungen im ÖPNV und kostenlosen Kitas.

Die CDU-Kandidatin Weyland hatte im Wahlkampf versprach dagegen, unter anderem mehr für die Sicherheit in der Stadt und vor allem im Bahnhofsviertel zu tun. Die 60 Jahre alte gelernte Bankkauffrau und promovierte Juristin hatte sich wegen des OB-Wahlkampfs im vergangenen Sommer als Staatssekretärin im hessischen Finanzministeriums in den einstweiligen Ruhestand versetzen lassen. Kritik an diesem Vorgehen begegnete sie mit der Ankündigung, bis zur Wahl ihre Ruhestandsbezüge in Höhe von 7.400 Euro monatlich für krebskranke Kinder zu spenden.