Presse Landrat Burkhard Albers - spd-engenhahn.de

Aus "Wiesbadener Kurier" 08.09.2010   Von Susanne Stoppelbein
„Kein Schüler verlässt die Schule ohne Abschluss"
08.09.2010 - RHEINGAU-TAUNUS
BILANZ Amtsinhaber Burkhard Albers (SPD) will zur Landratswahl 2011 wieder antreten / Ziele bis 2015 formuliert
Landrat Burkhard Albers (SPD) steht für eine weitere Amtszeit bereit. Er geht davon aus, dass ihn die SPD beim Parteitag am 25. September erneut für eine Kandidatur nominiert. Und er hofft darauf, dass der Job nach der Kommunalwahl am 27. März 2011 leichter werden könnte. In jedem Fall stehe er für eine Zusammenarbeit mit allen demokratischen Kräften zur Verfügung, so Albers bei einer Pressekonferenz zur Bilanz seiner Amtszeit.
Die Entscheidung darüber, ob die Landratswahl zeitgleich mit der Kommunalwahl erfolgen soll, ist Sache des Kreistages. Albers' Amtszeit endet am 4. Juli 2011, gewählt werden muss zwischen 1. Januar und 1. April 2011. Neben der CDU, die die Erste Kreisbeigeordnete Jutta Nothacker gegen Albers ins Rennen schickt, haben FDP und Grüne eigene Kandidaten angekündigt.
Er sei 2005 angetreten, um den Rheingau-Taunus zu einem guten Zuhause für Menschen in allen Lebenssituationen zu machen, so Albers. Die Weichen dafür sieht er gestellt: Seit Jahren sei der Rheingau-Taunus der zweitsicherste Landkreis in Hessen. Im Regionalranking 2009 der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft bekleide man Platz drei unter den attraktivsten Landkreisen und Platz zwei bei der Unter-Sechsjährigen-Betreuung.
Kaum ein Kreis habe weniger Arbeitslose, betont Albers. Es sei richtig gewesen, dass sich der Kreis selbst um die Arbeitslosen kümmere. Das solle fortgesetzt werden. Ziel sei, so Albers, die Jugendarbeitslosigkeit (5,29 Prozent im Juni 2010) bis 2015 auf null zu senken.
Zentrale Themen sind für Albers neben der Finanzpolitik die Bereiche Bildung, Familien, Mittelstand, erneuerbare Energien und demografischer Wandel. Albers will sparen, aber nicht „kaputt sparen", denn Ausgaben für Bildung und Familien sicherten die Zukunft des Kreises. Zu seinen Erfolgen zählt der Landrat, dass jetzt an allen Schulen Sozialarbeiter im Einsatz sind, dass es mehr Schulen mit Mensen und pädagogischer Mittagsbetreuung gibt und der Kreis die Bildungsübergänge mit Projekten begleitet.
Ein Ziel für die kommende Amtszeit: „Kein Schüler verlässt die Schule ohne Abschluss". Am Hessen Campus hält Albers als Vision für finanziell bessere Zeiten fest, propagiert fürs Erste die Sanierung der beiden Berufsschulen und tröstet sich damit, dass unabhängig von den Gebäuden eine enge Vernetzung mit den Wirtschaftsverbänden gewachsen sei.
Die Domäne Neuhof will er nach wie vor durchsetzen. Albers rühmt die gute Zusammenarbeit von Unternehmen, Kammern und Verwaltung im Bündnis für den Mittelstand. Kreisweit würden jährlich 360 Millionen Euro für Energieversorgung aufgewendet, sagt der Landrat. Er will erreichen, dass möglichst viel davon im Landkreis bleibt, er setzt auf die Ansiedlung von Firmen aus dem Bereich erneuerbare Energien.
Als wichtige Maßnahme wertet Albers das „Regionale Konzept für sanften Tourismus". Zu seinen kurzfristigen Zielen zählt er die schnellere Umsetzung des Programms „Leiser Rhein". Bis 2015 will der SPD-Mann den Rheingau-Taunus zum familienfreundlichsten Kreis in Deutschland machen, etwa durch Ausbau der Ganztagsbetreuung.
Zur düsteren Finanzlage sagt Albers, dass sich die Fehlbeträge in seiner Zeit als Kämmerer bis 2006 positiv entwickelt hätten. Die aktuelle Haushaltspolitik sei das „Produkt der politischen Verhältnisse". Zur Frage, ob es die Große Koalition noch gibt, verweist Albers auf die Parteien. „Wir haben viel Stress", räumt er ein, beharrt aber darauf, dass sich das politische Klima in seiner Amtszeit „deutlich verbessert" habe.
Wahlkampf wolle er erst im neuen Jahr machen, so Albers überraschende Aussage am Schluss seiner Ankündigungen. „Ich denke nicht in Wahlkämpfen, ich denke in Projekten, und für diese werde ich mich um Mehrheiten bemühen".

 



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