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Trauer um das politische Urgestein Heribert Reitz

Der ehemalige hessische Finanzminister Heribert Reitz ist tot. Der Sozialdemokrat starb am Sonntag in seiner Geburtsstadt Limburg im Alter von 87 Jahren, wie die hessische Staatskanzlei am Montag in Wiesbaden mitteilte. Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) würdigte den früheren Staatsminister als hochgeschätzten Politiker. „Heribert Reitz hat über Jahrzehnte das politische Geschehen in Hessen mitbestimmt“, sagte er.

Leben und Beruf

Nach dem Abitur 1951 trat Reitz in den gehobenen Dienst der Deutschen Bundespost ein und war dort bis 1971 tätig, zuletzt als Postoberinspektor. Später war er Aufsichtsratsvorsitzender der Flughafen AG Frankfurt am Main.

Partei

Reitz schloss sich 1957 der SPD an,[1] wurde 1976 stellvertretender Vorsitzender des SPD-Bezirks Hessen-Süd und gleichzeitig Mitglied im Landesvorstand der SPD Hessen.

Abgeordneter

Reitz war seit 1960 Ratsmitglied der Gemeinde Offheim und wurde 1968 in den Kreistag des Kreises Limburg gewählt. Im Zuge der Gebietsreform wurde er 1974 Ratsmitglied der Stadt Limburg und Kreistagsmitglied des Landkreises Limburg-Weilburg. Er gehörte dem Hessischen Landtag von 1962 bis 1991 an, war dort von 1968 bis 1970 Vorsitzender des Haushaltsausschusses und von 1970 bis 1972 Vorsitzender der SPD-Fraktion.

Öffentliche Ämter

Nach der Wahl von Rudi Arndt zum Oberbürgermeister der Stadt Frankfurt am Main wurde Reitz am 11. April 1972 als hessischer Staatsminister der Finanzen in die von Ministerpräsident Albert Osswald geführte Landesregierung berufen. Er blieb auch in der von Ministerpräsident Holger Börner geleiteten Folgeregierung im Amt. Nach dem Bruch der sozial-liberalen Koalition übernahm er am 28. September 1982 zusätzlich die kommissarische Leitung des Ministeriums für Wirtschaft und Technik. Da Reitz eine Zusammenarbeit mit den Grünen strikt ablehnte, schied er am 3. Juli 1984 auf eigenen Wunsch aus der Regierung aus.

Kabinette

Reitz war Mitglied folgender Kabinette

Ehrungen

Zahlen und Fakten aus Wikipedia