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Über Engenhahn

Sankt Martha Engenhahn, der Stolz von Engenhahn.

Die Patronin (Namesgeberin) unser Kirche ist die hl. Martha

Martha von Bethanien
Name bedeutet: die Herrin oder: die Bittere (hebr.)
Gedenktag ist der 29. Juli

Martha war die ältere Schwester des Lazarus und der Maria von Bethanien. Sie gehörte zum engeren Freundeskreis Jesu; nur von diesen dreien wird – abgesehen von Johannes – berichtet, dass Jesus sie lieb hatte (Johannesevangelium 11, 5). Martha bewirtete Jesus (Lukasevangelium 10, 38 – 42), als er bei ihr und ihrer Schwester zu Gast war. Nach dem Johannesevangelium (12, 1 – 3) bewirtete sie Jesus auch, als er von der unbekannten Frau gesalbt wurde. Martha ergriff dann die Initiative, Jesus nach dem Tod ihres Bruders um Hilfe zu bitten (Johannesevangelium 11, 20) und legte das Bekenntnis ab: Ja, Herr, ich habe den Glauben gewonnen, dass du der Christus, der Sohn Gottes bist (Johannesevangelium 11, 27).
Die Legende lässt sie später mit ihren Geschwistern und weiteren Begleitern von Juden in ein segel- und steuerloses Boot auf dem Meer ausgesetzt werden und durch ein Wunder in Marseille landen. Hier habe sie ein Kloster errichtet und mit gleichgesinnten Frauen mehr als 30 Jahre gelebt.
Eine provençalische Legende erzählt, dass Martha in der Nähe des später so genannten Tarascon im Rhônetal den Menschen fressenden Drachen Tarasque mit Kreuzzeichen und Weihwasser – oder Weihrauch – bändigte und an ihrem Gürtel nach Arles führte, um ihn dort seinem eigentlichen Bestimmungsort, dem breiten Fluß der Rhône, zu übereignen. Eine andere Fassung sagt, dass die Leute in Tarascon den Drachen töten wollten, weil sie Angst vor ihm hatten, Martha ihn aber in einer Höhle versteckte und so auch sein Leben rettete.
Diese Legenden entstanden, nachdem 1187 in Tarascon ein Leichnam entdeckt wurde, den man mit dem Marias identifizierte. Die voll ausgebildete Version enthält die im 12. Jahrhundert von einem Zisterziensermönch verfasste Vita SS. Mariae Magdalenae, Marthae et Lazari.
Martha zähmt den Drachen Tarasque, Martha-Altar in der St.-Lorenz-Kirche in Nürnberg
Es ist anzunehmen, dass die Vorstellung vom Umgang mit Tieren in Haus und Hof, der zum Bild ihrer hausfraulichen Tätigkeit gehört, dazu führte, ihr diese Tat zuzuschreiben. Bischof Fronto von Périgueux hielt ihr nach der Legenda Aurea, die Martha als aus königlichem Geschlecht stammend beschreibt, die Totenmesse und legte sie ins Grab. Darüber wurde im 12. Jahrhundert die Kirche Sainte-Marthe gebaut, wo bis heute Reliquien gezeigt werden.
Martha wurde oft als Urbild der biederen Hausfrau angesehen; Meister Eckart dagegen sah Marthas Vorzüge gegenüber ihrer Schwester: während Maria noch lernen musste, konnte Martha schon handeln. Die Behauptung, dass Martha die Namensgeberin für die im süddeutschen Raum verwendete Bezeichnung Marterl für Bildstöcke gewesen sei, ist falsch; zum Unterschied zu den üblichen Betsäulen sind die so genannten Marterl im allgemeinen mit einer Inschrift versehen, die auf einen Unglücksfall hinweist, bei dem ein Mensch den Tod fand. Deshalb kommt Marterl von Martyrium, Leiden.
Attribute: schlichtes Kleid, Kochlöffel, Weihwedel oder Weihwasserkessel, Drachen an einem Strick
Patronin der Häuslichkeit; der Hausfrauen, Hausangestellten, Dienstmägde, Köchinnen, Wäscherinnen und Arbeiterinnen, Gastwirte, Hotelangestellten, Bildhauer und Maler; der Sterbenden; gegen Blutfluss