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Vandalismus auf dem Engenhahner Friedhof / Ortsvorsteher Woitsch bittet Bevölkerung um Aufmerksamkeit

in einer Pressemitteilung bittet Ortsvorsteher Peter Woitsch jetzt die Bevölkerung um Aufmerksamkeit um den Zerstörungen und Verschmutzungen auf dem Engenhahner Friedhof zu begegnen. Hier der gesamte Wortlaut:

In letzter Zeit ist es auf dem Engenhahner Friedhof wieder verstärkt zu vandalistischen Handlungen gekommen, die von Sachzerstörung bis zum Diebstahl gehen. Gerade in der vorweihnachtlichen Zeit ist es für die Angehörigen besonders bitter, wenn sie die erst vor kurzem feierlich hergerichteten Gräber Ihrer lieben Verstorbenen so zugerichtet vorfinden müssen. Grabgestecke und Kerzen liegen verstreut über das Friedhofgelände oder fehlen gleich ganz.

Das ist kein dummer Jungenstreich mehr, sondern das mutwillige Zerstören und Beschädigen von Gräbern wird allgemein als Grabschändung bezeichnet und ist in Deutschland nach § 168 des Strafgesetzbuches (StGB) als Störung der Totenruhe eine Straftat. Das unerlaubte Entfernen von Gegenständen von Gräbern kann darüber hinaus den Strafbestand des Diebstahls erfüllen.

Jeder unerlaubte Eingriff in den Zustand eines Grabes stellt aber zumindest nach unserer geltenden Friedhofsordnung eine Ordnungswidrigkeit dar.

Neben den oben aufgeführten Vorkommnissen muss Ortsvorsteher Peter Woitsch leider auch feststellen, dass immer öfter Hundekothaufen auf dem Friedhofareal, manchmal direkt neben den Gräbern, vorgefunden wird.

Der Ortsvorsteher bittet deshalb die Bevölkerung um erhöhte Aufmerksamkeit. Eventuelle Hinweise und Beobachtungen werden vertraulich behandelt. Außerdem ist darauf zu achten, dass beim Eintreten und beim Verlassen des Friedhofs die Tore zu schließen sind, um streunende Hund auszusperren. Die geltende Friedhofsordnung der Gemeinde Niedernhausen ist zu beachten, vor allem dem § 7 (Nutzungsumfang) Abs. 1 und 2, sollte besondere Beachtung geschenkt werden.

(1) Jede Friedhofsbesucherin oder jeder Friedhofsbesucher hat sich der Würde des Ortes

entsprechend zu verhalten. Den Anordnungen des aufsichtsbefugten Friedhofspersonals ist Folge zu leisten. Kinder unter 10 Jahren dürfen den Friedhof nur in Begleitung Erwachsener betreten.

(2) Nicht gestattet ist innerhalb des Friedhofs:

  1. a) das Befahren der Wege mit Fahrzeugen aller Art, es sei denn, dass hierzu eine besondere Erlaubnis erteilt ist; ausgenommen von diesem Verbot sind Kinderwagen,
  2. Rollatoren und Rollstühle sowie Fahrzeuge der Friedhofsverwaltung,
  3. b) Waren aller Art und gewerbliche Dienste anzubieten, es sei denn, dass hierzu eine besondere Erlaubnis (§ 9 Abs. 1 und 2) erteilt ist.
  4. c) an Sonn- und Feiertagen und in der Nähe einer Bestattung störende Arbeiten auszuführen,
  5. d) ohne schriftlichen Auftrag eines Berechtigten bzw. ohne Zustimmung der Friedhofsverwaltung gewerbsmäßig zu fotografieren,
  6. e) Druckschriften zu verteilen, ausgenommen Drucksachen, die im Rahmen von Bestattungsfeiern notwendig und üblich sind sowie Informationsschriften der
    Friedhofsverwaltung.
  7. f) den Friedhof und seine Einrichtungen und Anlagen zu verunreinigen und zu beschädigen sowie Rasenflächen und Grabstätten unberechtigterweise zu betreten,
  8. g) Abraum und Abfälle aller Art außerhalb der hierfür vorgesehenen Plätze abzulegen,
  9. h) Tiere mitzubringen, ausgenommen Blindenhunde.

Die Friedhofsverwaltung kann Ausnahmen zulassen, soweit sie mit dem Zweck des Friedhofs und der Ordnung auf ihm vereinbar sind.

Mit freundlichen Grüßen

Unterschrift Woitsch blau2003

 

Peter Woitsch (Ortsvorsteher)